Schnell ist nicht gleich schnell, das stimmt. Wussten Sie, das Schnelligkeit das Leben end-stressen kann? Geschwindigkeit ist das Zauberwort unseres Zeitalters und wird oft assoziiert mit „schnell“ und „Stress“. Dabei gibt es Vorgänge. die erst mit wirklich hohen Geschwindigkeiten möglich sind. Auch bei unserem Gehirn ist das so. Eine schnelle Informationsaufnahme beim Lesen bringt neben einer besseren Merkfähigkeit gleichzeitig mehr Entspannung. Der Begriff „SpeedReading“ verleitet zu Interpretationen, die mit dem wahren Schatz dieser Fähigkeit wenig zu tun haben.

Wie alles begann

Als ich 14 war wechselte ich die Schule. Die neue Schule war 17 Kilometer von meinem damaligen Wohnort entfernt. Ich fuhr oft mit dem Fahrrad. Manchmal habe ich lange für den Weg gebraucht, da mir das Fahren mit dem Fahrrad Möglichkeiten bot, die in meinem Sein wichtig waren. Körperliche Bewegung, die Augen in die Weite schauen lassen, den Geräuschen des Waldes und der Felder lauschen und mit Phantasie füllen.

Unterwegs standen viele Obstbäume, die je nach Jahreszeit dazu einluden, sich eine Pause zu gönnen und die wunderbaren Früchte zu genießen. Hin und wieder bin ich in der jetzigen Zeit in dieser Gegend. Heute fahre ich diese Distanz mit meinem Auto in zehn Minuten. Dass der größte Teil der Obstbäume abgeholzt wurde, habe ich erst nach langer Zeit bemerkt. Schnelligkeit lenkte meinen Fokus auf andere Dinge.

Das Zauberwort Geschwindigkeit

„Geschwindigkeit“ ist zum Zauberwort unseres Zeitalters geworden. Schnell noch etwas erledigen, schneller essen, schnell in den Urlaub, schnell zurück. Einfach schneller leben. Das Wörtchen „schnell“ ist Bestandteil des Sprachschatzes vieler Menschen. Wer sich mit der Wirkung von Worten befasst, weiß, dass sich Menschen damit selbst antreiben. „Schnell“ lässt uns rastlos sein, eilig auf den Weg machen, flott zum Nächsten gehen und übereilig das Eine oder das Andere entscheiden. Prompt entwickelt sich ein Problem und postwendend wird es größer.

Das sind alles Synonyme für „Schnell“ und Potenzial für inneren Stress. Auch unsere Kommunikation ist schneller geworden. Damit meine ich nicht nur die Sprechgeschwindigkeit, sondern auch die Dauer des Informationsaustausches. Hat früher ein Brief zwei Tage hin und zwei zurück gebraucht, war die Kommunikation mit einem Fax schon schneller. Brief schreiben, ausdrucken und ins Faxgerät stecken, Nummer wählen. Auch das genügt nicht der heutigen Zeit. Mit einer eMail, die schnell geschrieben wurde, kann man geschwind viele Empfänger erreichen.

Computer haben unser Leben vereinfacht und unsere Arbeit schneller und effizienter gemacht. Sie können jetzt die gleiche Arbeit in weniger Zeit machen oder in der gleichen Zeit viel mehr Geld einbringen. Rein sachlich betrachtet scheint die Steigerung der Geschwindigkeit etwas Gutes. Und menschlich?

Etwas ist besonders interessant: Geschwindigkeit wird häufig mit „schnell“ in Verbindung gebracht. Was liest man im Detail heraus und was wird daraus gemacht? Das Wort Geschwindigkeit enthält „geschwind“, was schnell und auch kurz bedeutet. Im physikalischen Sinne gibt die Geschwindigkeit an, „wie schnell sich etwas bewegt“. Die Betonung liegt auf „wie schnell“ und die Spanne beginnt bei null und hört bei der Lichtgeschwindigkeit auf. Oft assoziieren Menschen Geschwindigkeit mit Schnelligkeit, allerdings einer Schnelligkeit, die inneren Stress erzeugt.

Hohe Geschwindigkeiten können jedoch auch optimale Voraussetzungen sein. Könnten Sie sich vorstellen, dass sich ein Spaceshuttle mit einer Geschwindigkeit von 45 Kilometern je Stunde bewegt? Bestimmt stimmen Sie mir zu, dass diese Vorstellung merkwürdig ist. Mit dieser Geschwindigkeit wäre es nicht möglich, die Erdumlaufbahn zu verlassen. In einem Artikel in Wikipedia über das Space-Shuttle wird von einer Geschwindigkeit von über 7700 m/s geschrieben, als mehr als 27 000 km/h.

Das Wesen von SpeedReading

BLOG Saphi SpeedReading -Albert EinsteinWenn ich Menschen von SpeedReading erzähle, dann gehen sie oft im ersten Moment einen Schritt zurück. „SpeedReading lernen, nein danke. Wenn das mein Arbeitgeber mitbekommt, dann bekomme ich größere Stapel auf meinem Schreibtisch.“ SpeedReading – das Wort erzeugt bei vielen Menschen Stress, und hält sie so davon ab herauszubekommen, welche prägnante Fähigkeit sich dahinter verbirgt. SpeedReading heißt zwar übersetzt „Geschwindigkeitslesen“. Es ist ein Oberbegriff, der unter anderem für die schnelle Aufnahme von Informationen steht. Sehen wir einen Film im Kino oder Fernsehen oder betrachten wir Bilder, dann nutzen wir die Art und Schnelligkeit der Informationsaufnahme bereits. Hier müsste es vielleicht „Speedlooking“ heißen. Dabei kommt niemand in Stress, sondern jeder macht das automatisch.

Nur, wenn die meisten Menschen lesen, dann wird auf einen langsamen Modus der Informationsaufnahme um geschalten. SpeedReading lernen, bedeutet, Methoden und Techniken zu lernen, mit denen das Potential des eigenen Geistes genutzt wird. Das ist genau so, wie bei dem Space Shuttle. Ein Space Shuttle kann die Umlaufbahn der Erde mit einer zu geringen Beschleunigung nicht verlassen und bei unserem Gehirn nutzt man erst bei hoher Impulsrate dessen Potenzial.

Nicht nur Albert Einstein ist davon ausgegangen, dass Menschen maximal 10% des Potentials ihres Gehirns nutzen. Stellen Sie sich einmal vor, wozu wir in der Lage wären, wenn wir diesen Prozentsatz erhöhen? Alle Fähigkeiten, die wir im Laufe unseres Lebens lernen, unterstützen uns, unser Leben optimaler zu gestalten. Viele Anlagen tragen wir bereits in uns und bei manchen ist es uns gar nicht bewusst, dass wir Fähigkeit haben, die wir in einem eng begrenzten Bereich anwenden. Wir kämen überhaupt nicht auf die Idee, diese auf einen anderen Bereich zu übertragen. Was für eine Verschwendung …

Ungeahnte Möglichkeiten von schnell

So ist es auch die Fähigkeit der schnellen Informationsaufnahme bereits in uns. Der entscheidende Schritt bei einem SpeedReading-Seminar ist es jedoch, diese Fähigkeit auf den Leseprozess zu übertragen. Einer der Hauptgründe, warum es so schwierig ist, mit einem Buch diese Fähigkeit zu lernen, besteht in unseren einschränkenden Glaubenssätzen. Es sind unsere Glaubenssätze, die uns an Gewohnheiten festhalten lassen.

Diese kann man, wenn man Techniken nach einem Buch lernt, nur selten so ändern, dass eine neue Qualität entsteht. „Wenn ich schneller lese, dann kann ich mir nichts merken.“ ist eins der stärksten Glaubenssätze, der uns in alten Bahnen weiter schwimmen lässt. Und das ist einer der Gründe, warum ein Seminar hier klar im Vorteil ist.

Und noch eins ist wichtig, sich klar zu machen. SpeedReading ermöglicht eine schnelle Informationsaufnahme während des Lesens. Die Merkfähigkeit ist wesentlich größer und gegenüber herkömmlichen Lesemethoden, braucht man weniger seiner Lebenszeit für ein und demselben Text. Und, Sie allein bestimmen, womit Sie die „erlesene Lebensfreizeit“ füllen. Sie könnten weitere Texte lesen und Informationen aufnehmen. Sie könnten sich auch entspannen, den Blick in die Ferne streifen lassen und vielleicht einen Kaffee holen – wie gesagt, Sie entscheiden, niemand sonst!

 

Speed Reading – schneller lesen, mehr merken!
Weniger Stress, mehr Lebenszeit!

Sakira Philipp | Trainerin für SpeedReading & NLP, Lerncoach

 

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